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Die Inhalte

Das vorgesehene Weiterbildungskonzept sieht eine kompakte Seminarstruktur mit sechs Modulen über je zwei Tage sowie eine Abschlussveranstraltung vor.

 

1. Modul: Die Rolle des ASD - zwischen Einzelfall und Sozialraum

-        Weiterbildungsauftakt

-        Vorstellung der Teilnehmenden und Mentoren

-        Zum Aufgabenprofil des ASD zwischen Dienstleistung und Wächteramt

-        Rollendefinition und Rollenerwartungen an den ASD

-        Aufgabenbezogene Rollen (Hilfeplanung, Schutzauftrag, etc.)

-        Generelle Rollen (Beteiligung, Garantenstellung etc.)

-        Kooperation und „Aufträge“

-        Umgang mit Stressoren und Arbeitsorganisation

 

2. Modul: Rechtliche Grundlagen 

(1. Tag) Sozialverwaltungsrecht

-       Antrag und Bearbeitungszeit

-       Rechtschutz (Dienstaufsichtsbeschwerde, Klage, Beratungshilfe)

-       Strukturmerkmale des Sozialverwaltungsverfahrens (Amtsermittlung, Ermessensausübung, Objektivität)

-       Aktenführung

-       Datenschutz (Übermittlungsgrundlagen, Informantenschutz)

-       Rechte der Beteiligten (Akteneinsicht, Bevollmächtig, Anhörung)

-       Beendigung eines Verfahrens (Bescheideerteilung, Rechtsmittel)

 

(2. Tag) Jugendhilferechtliche Grundlagen

-       Übersicht  über die örtliche Zuständigkeit (§§ 86 ff SGB VIII)

-       Leistungsrechtliche Grundlagen  (§§ 19, 20, 27, 35a, 41 SGB VIII)

-       Vor- und Nachrang der Jugendhilfe (§ 10 SGB VIII)

-       Kooperation mit der Wirtschaftlichen Jugendhilfe (Aufgaben, Übersicht über die materiellen Leistungen, Kostenbeitragserhebung)  

 

3. Modul: Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung durch den ASD

-       Rechtliche Grundlagen des Schutzauftrages (Umsetzung des § 8a SGB VIII im ASD, Datenschutz)

-       Interdisziplinäre Kooperation

-       Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung (Erkennen)

-       Gefährdungseinschätzung (Beurteilen)

-       Schritte, die durch die Fachkräfte einzuleiten sind (Handeln)

-       Inobhutnahme

-       Anrufung des Familiengerichtes

-       Unterschied zwischen Unterstützungs- und Kontrollangeboten

 

4. Modul: Professionelle Gesprächsführung

-       Einführung in die Denk- und Vorgehensweise respektvoller Gesprächsführung mit Klienten

-       Anliegen- und Auftragsklärung

-       Ressourcenaktivierung

-       Einüben von Fragetechniken und -haltungen

-       Die eigene Haltung/Philosophie im Beratungsprozess

-       Struktur eines Beratungsgespräches

-       Ziele/Anliegen

-       Umgang mit Widerständen

-       Gesprächsführung im Zwangskontext

 

 

5. Modul: Fallverstehen und Hilfeplanung

-       Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII: Verfahren zur Prüfung, Konkretisierung und Steuerung sozialrechtlicher Leistungsansprüche

-       Leistungsvoraussetzungen für Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff SGBVIII)

-       Jugendhilferechtliches Leistungsdreieck

-       Beteiligung/Partizipation

-       Sozialpädagogisches Fallverstehen

-       Kollegiale Beratung-       Ziele im Hilfeplanprozess und Zielentwicklung im Gespräch

-       Moderation von Hilfeplangesprächen

 

6. Modul: Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren

-       Rechtliche Grundlagen (SGB VIII, FamFG)

-       Klärung der Rollen des ASD: Beratungs- und Unterstützungsauftrag und Mitwirkung im Verfahren vor den Familiengerichten

-       Psychologisches Hintergrundwissen zu Trennung und Scheidung

-       Kennenlernen des Ansatzes der Mediation als Konzept der Konfliktbearbeitung

-       Methodentraining an einem konkreten ASD-Fallbeispiel:

o   Eingangsphase einer Trennungs- und Scheidungsberatung

o   Klärung der hinter den festgefahrenen Positionen stehenden Interessen

o   Erweiterung des Handlungsspielraums – Auflösung von Pattsituationen

o   Erarbeitung nachhaltiger Elternvereinbarungen, Abschluss